Geschichte

Im Folgenden finden Sie einen kurzen Überblick über die Geschichte der Nordseehalle.
(Kicken Sie bitte auf das Jahr, um weitere Informationen einzublenden.)

  • 1970

    Die Realisierung des Bauvorhabens „Nordseehalle“ begann nach längerer Vorbereitungszeit am 11. Mai 1970. Auf der Grundlage der Pläne des Architekten August Schwoon und unter der Leitung des Bau-Ingenieurs Jakob Bakker - beide vom Hochbauamt der Stadt Emden - lief die Baumaßnahme ursprünglich unter dem Arbeitstitel „Mehrzweckhalle“ an.

  • 1971

    Die Halle ist bei einer Grundfläche von 4.880m² auf 213 Betonpfählen von je 9 x 13m Länge gegründet worden. Im Frühjahr 1971 wurde mit den Hochbauarbeiten begonnen.

    30.09.1971

    Das Richtfest erfolgte am 30.09.1971, nachdem 12 Parallelbinder, die per Schiff aus Holland kamen, montiert waren. Diese Binder, die aus 43 aufeinandergeleimten Holzschichten bestehen, haben eine Stärke von je 1,55m und sind 52m lang. Sie ruhen auf gewaltigen Betonwiderlagern, die unter der Halle mit Spannankern verbunden sind.

    Es wurden 2.550cbm Beton und 222t Stahl verarbeitet. Das Aluminiumdach ist 5.000m² groß, ferner sind 600m² Glas eingebaut. Die beiden Außenfenster allein sind je 175m² groß. Die Nutzfläche der Halle beträgt 3.220m².

    An der höchsten Stelle erreicht die Halle eine Innenhöhe von fast 12 Metern. Unter dem Dach ist eine weitere Decke eingezogen, in der sich eine 15cm starke Isolierung befindet. Aus schalltechnischen Gründen besteht diese Decke zu 25% aus Löchern. Die Erdgasheizung ist mit 2,5 Millionen Wärmeeinheiten ausgelegt.

  • 1972

    Im März 1972 wurde beschlossen, der Mehrzweckhalle den Namen „NORDSEEHALLE“ zu geben. Damit wollte man von Beginn an die überregionale Bedeutung dieses Veranstaltungs - und Sportzentrums herausstellen.

    Bei ihrer Einweihung galt die Nordseehalle in Norddeutschland als einmaliges Beispiel neuzeitlicher Architektur und Hallenbaukunst. So kamen erstmals in der norddeutschen Region Holzleimbinder bei einem Gebäude dieser Größenordnung zum Einsatz. Zwölf dieser 52 Meter langgezogenen Holzträgern sind damals eingebaut worden. Sie bestehen aus 42 zusammengeklebten Schichten und sind jeweils 1,55 m stark.  Sie stützen das Dach der Halle, welches als Aluminiumkonstruktion ausgebildet wurde. Fast alle Arbeiten an der Halle wurden von ostfriesischen Firmen ausgeführt.

    Insgesamt sind 222 Tonnen Stahl und 2.500 Kubikmeter Beton für die Halle verarbeitet worden. Die Nordseehalle verfügt über eine umbaute Fläche von 4.880 m², ist 11,67 m hoch, 48 m breit und 75 m lang. Dazu kommen noch die Räume des Restaurants, das 4 m über dem Hallenboden eingerichtet worden ist, sowie  Dusch- und Umkleideräume an den Seiten des Bauwerkes.

    Der Verwaltungsausschuss beschloss am 22. Juni 1972, die Veranstaltungshalle am Freitag, dem 29. September 1972 zu eröffnen. 

    29.09.1972:

    Unter großer Beteiligung der Emder und ostfriesischen Bevölkerung wurde die Nordseehalle dann auch genau an diesem Tag durch den damaligen Oberbürgermeister  der Stadt Emden, Herrn Hermann Schierig, eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben.

    In seiner Festansprache ging Oberbürgermeister Hermann Schierig vor allem auf die Bedeutung der Halle für die zukünftige Entwicklung Emdens ein.

    Seiner Ansicht nach werde die Halle dem sportlichen und kulturellen Leben der Stadt wichtige Impulse geben.

    11.00 Uhr: Einweihung der Nordseehalle  mit Sekt und Imbiss anschließend Besichtigung der Halle

    20.00 Uhr: Eröffnungsveranstaltung mit Reinhard Mey

    Rahmenprogramm: 
    Musikalische Darbietungen des Marine - Musik - Corps Wilhelmshaven, der Feuerwehrkapelle, Emder Gesangsgruppen, und sportliche Vorführungen.
     

  • 1979

    1979 erhielt die Nordseehalle einen Anbau. Aufgrund der schnell anwachsenden Zahl von Veranstaltungen reichten bald die vorhandenen Künstler- und Sportlergarderoben nicht mehr aus.

    Gleichzeitig wurden zwei Lagerräume mit zusammen etwa 360 m² angebaut, um die auch inzwischen angewachsene Menge von Ausrüstungsgegenständen wie zum Bsp. Tische und Stühle unterbringen zu können.

  • 1982

    In der Zeit vom 12.02.1982 bis 18.07.1982 musste die Halle wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Bei einem routinemäßigen Kontrollgang stellte der damalige Techn. Hallenmeister, Herr Reinhard Reinders, fest, dass sich bei neun Leimbindern bis zu 3 cm weite Risse zeigten. Am 12.02.1982 wurde die sofortige Schließung der Halle deshalb veranlasst.

    Mit einem Kostenaufwand von rund 350.000,00 DM - ursprünglich hatte man mit viel höheren Kosten gerechnet - wurde die Sanierung durch Ausspritzen der Risse mit Epoxyd - Harz vorgenommen. Bevor ein entsprechendes Gutachten vorlag, war sogar ein möglicher Abriss in Erwägung gezogen worden.

    Am 18. Juli 1982 konnte die Halle ihren Betrieb wieder aufnehmen.

  • 1988

    Ein Brandschaden am 22. September 1988 machte eine erneute Schließung nötig. Gegen 05.45 Uhr schlug die Alarmbrandmeldeanlage an. Gleichzeitig hämmerte es unerbittlich gegen die Haustür des Techn. Hallenverwalters. Eine Krankenschwester, die auf dem Weg zum Dienst war, hatte den Brand im Restaurant im Obergeschoß bemerkt.

    Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte dann auch ein Übergreifen der Flammen auf die Halle. Was das Feuer anrichtete, wurde erst deutlich, nachdem die 47 Feuerwehrleute sich zurückzogen. An vielen Stellen war die Decke gänzlich weggebrannt. Das darrüberliegende Gebälk des Daches war zu sehen. Das Dach, eine Aluminiumkonstruktion, war in großen Placken weggeschmolzen und hinterließ Stücke in Stärke von Alu - Folie. Daraus konnte man auf die große Hitze schließen, die das Feuer entwickelte. Ein Gutachter stellte Schäden an zwei tragenden Bindern fest.

    Der Gesamtschaden belief sich auf über 180.000,00 DM.


  • 1990

    Am 15.12.1990 wurde zum ersten Mal eine TV-Sendung des ZDF live aus der Nordseehalle bundesweit ausgestrahlt: „Wetten, daß....? mit Thomas Gottschalk zog rund 30 Millionen Menschen vor den Bildschirm. Stargäste waren unter anderem Elton John, Phil Collins und Marius Müller-Westernhagen.

    Mit dieser Fernsehsendung gelang der Nordseehalle der Durchbruch als Zentrum für kulturelle Großveranstaltungen mit überregionaler Ausstrahlung. Schlagartig wurden Emden und die NORDSEEHALLE in der gesamten Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz

  • 2003

    Die gesamte Dachabdeckung der Halle wurde erneuert und 18 Rauchabzugsklappen eingebaut. Zudem wurde die gesamte Dachfläche wärmegedämmt. Die Kosten hierfür betrugen € 325.000,-.

    • Trockenbau (Erneuerung der Wandverkleidungen)
    • Akustikmaßnahmen
    • Erneuerung Türanlagen
    • Umbau Imbisszeile
    • Erneuerung Lüftungsanlagen
    • Fliesenarbeiten
    • Malerarbeiten
    • Putzarbeiten
    • Brandschutzdecken
    • Elektroarbeiten
    • Ersatzbeschaffung einer Tonanlage
  • 2004

    Gemäß Brandschutzgutachten wurden die Nord,-Süd- und Westseite nach den Richtlinien und Vorschriften des Brandschutzes erneuert. Zugleich wurde die Akustik durch  Absorber verbessert. Lüftungskanäle wurden erneuert und durch Brandschutzklappen und Brandabschottungen gesichert.

    Eine Alarmierungsanlage wurde eingebaut, die Beschallungsanlage wurde erneuert. Die Elektroanlage und Kabel wurden nach den Vorgaben des Gutachters erneuert bzw. ausgetauscht

  • 2005

    Im Jahr 2005 wurde die Ostseite erneuert und den anderen Hallenseiten brandschutzgemäß angepasst. Die alte Balustradenverkleidung und Beleuchtung wurden nach Brandschutzgutachten entfernt. Alle Elektro-Verteilungen und Verkabelungen wurden gemäß des Elektro-Sachverständigen erneuert. Der Hallenboden und die Wandbeschichtung wurden aufgetragen.

    • Erneuerung erforderlicher Elt-, Heizung- und Lüftungsanlagen
    • Erneuerung der Beleuchtung
    • Brandschutztüren T 30
    • Erneuerung des Trennvorhanges
    • Anschaffung einer elektronischen Zutrittskontrolle
  • 2006

    Bei einer routinemäßigen Überprüfung der Holzleimbinder im Jahr 2006 wurden Risse an diesen festgestellt. Das beauftragte Statikbüro Eriksson, Oldenburg attestierte jedoch keine Einsturzgefährdung.

    Nach den schlimmen Vorfällen in Bad Reichenhall haben sich die Verwaltung und die Fraktionsvorsitzenden darüber geeinigt, die eingeplanten Mittel für die Toilettenanlage aus Sicherheitsgründen hierfür zu verwenden. Die Kosten hierfür beliefen sich auf auf 550.000 €. Insgesamt wurden in die Bauabschnitte seit 2003 fast € 2.000.000,- investiert.

    Die Decke nach der Bindersanierung:

     

    Vorher:

    Nachher:


  • 2007 / 2008

    Für die Einhaltung aller Richtlinien wurde ein weiterer Anbau notwendig. Auf Basis der Versammlungsstättenverordnung erfolgte der Neubau der WC-Anlagen inkl. Waschraum.

  • 2009

    Die Stadt Emden beschließt ein Veranstaltungsmanagement für die Halle zu gründen.

  • 2010

    Die Neuausrichtung / Optimierung der Nordseehalle Emden beginnt und die neuen Kollegen nehmen im Februar 2010 ihre Arbeit auf. Anschaffung eines Graphik-Programms. Die Nordseehalle kann somit ab sofort alle Werbemittel selbst gestalten. Neben den bereits durchführten Flohmärkten und Hobby-Börsen werden erstmals auch anderweitig Eigenveranstaltungen durchgeführt. Das Marketingnetz wächst.

    Es werden neue Stühle angeschafft, um bei einer Maximalauslastung ausreichend Polsterstühle anbieten zu können.

  • 2011

    Die Pflasterung des Vorplatzes wird erneuert. Da für aufwändige Shows immer größere Bühnen benötigt werden, schafft die Nordseehalle weitere mobile Bühnenpodeste an. Die Fenster auf der Frontseite der Halle werden abgeklebt bzw. so beschriftet, dass diese von Innen angeleuchtet werden können.

  • 2012

    Für die Fensterbeschriftung werden LED-Leisten angeschafft, die programmiert werden können, um die Beschriftung „NORDSEEHALLE EMDEN“ während der Dunkelheit zu illuminieren. Um noch flexibler agieren zu können, werden Traversensysteme, Motoren und mobile Trennvorhänge angeschafft. Aufgrund diverser Neuanschaffungen werden die Lagermöglichkeiten aufgestockt.

    Bei der Benefizveranstaltung von LEUKIN kommen die neu angeschafften, blauen Theatervorhänge erstmals mit durchweg positiver Resonanz zum Einsatz.

    September 2012

    Die Geburtsstunde der „neuen“ Halle 1. Hierbei handelt es sich um das erste Drittel der Halle. Es hat eine Kapazität bis zu maximal 607 Sitzplätzen. Mobile, gepolsterte Tribünen bieten eine ansteigende Bestuhlung. Die neuen Vorhänge und Traversensystem trennen den Veranstaltungssaal von der Gastronomie ab und schaffen eine gemütliche Atmosphäre.

    Ab sofort ist die Nordseehalle auch auf Facebook zu finden. www.facebook.com/Nordseehalle

    29.09.2012

    Die Nordseehalle Emden besteht seit nunmehr 40 Jahren. Am Jubiläumstag konnte man einen Ausschnitt aller Veranstaltungsplakate in der Halle begutachten.

  • 2013

    Die Halle 1 kommt vermehrt zum Einsatz und wird daher noch weiter aufgestockt. Ein weiterer blauer Vorhang ersetzt nun auch den grauen, fest installierten Trennvorhang. Mit Teppichboden ausgelegt und mit Pflanzen sowie mit neu angeschaffter Lichttechnik ausgestattet, verwandelt sich die Mehrzweckhalle in ein gemütliches Theater mit intimer Atmosphäre. Hier startet auch die neue Veranstaltungsreihe „NSH unplugged“, für die zudem das lila Sofa angeschafft wurde, welches nicht nur Markenzeichen der Reihe ist und somit auf der Bühne und den Werbemitteln Platz findet, sondern welches das ganze Jahr über in der Halle steht.

    Dezember 2013

    Nach einer europaweiten Ausschreibung werden endlich die lang ersehnten mobilen, gepolsterten Teleskoptribünen gebaut. Diese kommen erstmalig Ende Dezember zum Einsatz. 11 Elemente á ca. 100 Plätze können, je nach Veranstaltungsgröße und -art flexibel platziert werden. Vorbei sind die Zeiten, bei denen man lediglich auf Holzbänken eine ansteigende Bestuhlung hatte.

  • 2014

    Ende Januar wird der komplett neu gestaltete Internetauftritt veröffentlicht.